
Ein Waldkind
Birgit
An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte über mich schreiben.
Im Frühjahr 1968 erblickte ich, durch die Augen dieses Menschenkörpers,
das Licht dieser Welt. Aufgewachsen bin ich in der Großstadt, doch hatte
ich als Kind schon früh die Möglichkeit, mit der Natur und ihren Wesen
sehr eng in Kontakt zu kommen. Natürlich sind Menschen auch Natur. Wenn
ich hier von Natur spreche, dann meine ich damit Landschaften und Gegenden ohne
menschliche Siedlungen und Bebauung ;-).
Von meinem ersten Schritt an bin ich mit Camping aufgewachsen.
Die Campingplätze waren damals nicht so komfortabel und mit Touristen überlaufen
wie heute. Es gab keine warmen Duschen, sondern Gemeinschaftswaschbecken mit
fließend kaltem Wasser. Eine Toilette gab es nicht im Wohnwagen und im
Zelt erst recht nicht, dafür ein ungeheiztes Toilettenhaus bei den weit
entfernten Waschbecken...
So lernte ich schon früh, ohne den Luxus eines Badezimmers auszukommen
und mich mit den einfachsten Mitteln zu begnügen. Das heisst nicht, daß
ich "dreckig" war, oder gestunken habe! ;-)
Ich lernte die Dinge wirklich zu schätzen und vieles von einer anderen
Seite aus zu betrachten. Vor allem konnte ich seit meiner frühesten Kindheit
schon immer viel im Wald und in der Natur allgemein unterwegs sein.
Auch in der Stadt, in der ich wohnte, kannte ich jeden Grünstreifen, jeden
Park und alle möglichen verwilderten Halden. Ich spürte, daß
dort noch mehr war wie nur Bäume und Tiere. Irgendwie konnte ich das Göttliche
/ Übernatürliche / die Geisterwelt damals schon spüren. Ich "verband"
mich mit allem, wurde "still", es war ein Zustand des EINS-SEIN. Erst
im Erwachsenenalter wurde mir klar, daß es sich dabei um transzendentale
Meditation handelte. Es war besonders schön für mich im Wald zu sein,
denn dort fühlte ich mich schon als Kind zuhause, geliebt und willkommen.
Zu Tieren fühlte ich mich ebenfalls besonders hingezogen. Das ist heute
auch noch so und wenn ich durch den Wald streife, dann habe ich häufig
Begegnungen mit ihnen.
Auch hatte ich während meiner Kindheit die Gelegenheit, das Segeln zu lernen.
Starker Wind der die Haare zerzaust - das Boot neigt sich immer mehr - kurz
vorm Kentern - hart am Wind - die Gischt sprüht über die Reling -
Wassertropfen benetzen das Gesicht - die Hände sind fast taub vor Kälte...
Jeah, die Elemente Wasser und Luft in dieser Form so zu erleben, wunderbar...
Je windiger es war, je höher die Wellen, umso mehr Freude hatte ich daran...
Schlechtes Wetter gab, und gibt es immer noch nicht für mich.
Klar hatte ich Freunde und wir haben so allerhand ausgeheckt ... häufiger
haben wir Ärger bekommen.
Manchmal passierte es auch, das ich ohne ein Wort zu sagen, einfach in den Himmel
starrte oder die Bäume anschaute. Meine Eltern und Freunde verstanden das
allerdings nicht ... es hieß, ich träume am Tag so vor mich hin.
Doch an manchen Tagen mußte ich einfach allein hinaus. Mit meinem Kajak,
dem Rad oder auch zu Fuß bin ich morgens aufgebrochen und spät am
Abend erst wiedergekommen. Bin den Bach heraufgepaddelt, habe am Ufer gesessen
und Feuer gemacht, den Wald erkundet und kannte jeden noch so kleinen Pfad.
An schönen Plätzen ließ ich mich nieder. Lange saß ich
dort und habe die Tiere, die Bäume und den Himmel beobachtet die Natur
in mich aufgenommen und bin eins mit ihr gewesen. Dieses All-Eins-Sein, dieses
"zerfließen" in die Energiestruktur der Landschaft und auch
in die des Universums, das ist mir seit frühester Kindheit bekannt und
bewußt. Ich genieße diesen Bewußtseinszustand und diesen Moment
... ich gehe nach hause ...
Das Christentum in meiner Kindheit
Meine Kindheit war geprägt vom Christentum ... später bekam ich Zweifel
an der Auslegung dieser Religion. Außerdem habe ich seit meiner Kindheit
spirituelle Erfahrungen gemacht, die nicht in das kirchlich-christliche Weltbild
paßten so wie ich es vermittelt bekommen habe.
Auch empfinde ich es als Einschränkung der Freiheit, wenn Menschen von
spirituellen Führern bevormundet werden, die als Mittler zwischen Menschen
und Gott dienen sollen, und dabei dem Menschen keine Freiheit lassen, eigene
Erfahrungen und Deutungen seiner spirituellen Erlebnisse zu machen.
Menschenwelt
Ich wurde älter und als Jugendliche habe ich mir so meine Gedanken gemacht,
über die Gesellschaft, Männer und Frauen, Politik, unsere "Zivilisation",
Natur und Religion. Mein Weltbild fing an zu wanken, das führte wiederum
zu einigem Ärger; mit der Schule, den Eltern und ...
Ich ließ diese christliche Religion und mein Elternhaus früh hinter
mich und fühlte mich zerrissen. Meine Eltern dachten ich hätte den
Verstand verloren und sei verrückt ...
Mittlerweile habe ich es sogar schriftlich, daß ich geistig völlig
gesund bin. *lach*
Aber es fehlte was in meinem Leben und in meinem Herzen.
Es folgte eine Zeit des Aufstandes, Wiederstandes, ungehemmter Freude, Seelenschmerz,
(be)rauschender Feste und Streiche und oft bin ich, noch sehr jung an Jahren,
tröstende Schulter für viele verzweifelte Seelen gewesen. Aber auch
Lehrzeit und Beruf traten in mein Leben.

Naturspiritualität
Mit ca. 19 Jahren bekam ich ein Buch geliehen, es handelte von Hexen, Kräuterheilkunde
und Zauberern. Das erweckte meine Neugier und es veränderte mein weiteres
Leben völlig. In diesem Buch wurde mir ein Teil der religiösen Vorstellungen
der europäischen Naturreligion ansatzweise vorgestellt. Meine Forschungen
weitete ich aus, ja ich MUSSTE weiter forschen, es ließ mir keine Ruhe!
Es zog mich wie ein unsichtbares Band ...
Ich bin in der Geschichte zurückgereist, habe die Kelten und ihre Priester
die Druiden besucht, weiter ging die Reise bis hin zu den Urvölkern und
zum Schamanismus.
Da war es! Hier waren die fehlenden Teile zu finden die in meinem spirituellen
Weltbild fehlten. Das was ich schon immer erahnt hatte, Gottheiten und Geistwesen
der Natur, die nicht nur das männliche Prinzip verkörpern, sondern
auch das Weibliche.
Natur, Natürlichkeit und Lebendigkeit ... eine beseelte Natur.
Das passte in mein Weltbild und zu meinen Erlebnissen in der Kindheit.
Das erfüllte mein Herz mit dem, was es so lange vermißt und gesucht
hatte.
Und hier fand ich dann endlich Menschen, die solches ebenfalls erlebten. Ich
wurde nicht mehr ausgelacht für meine "Träumereien"...
Soweit es meine mageren finanziellen Mittel zuließen, forschte ich, kaufte mir entsprechende Bücher, hatte längere Aufenthalte an alten heiligen Orten unserer Ahnen und begann nun meine ersten kleinen Zeremonien draußen im Wald zu machen.
Dann folgte eine Zeit, in der ich beruflich stark eingespannt war und so kam es, das ich abends kaum noch Kraft hatte, um in die Natur zu gehen. Meine spirituellen Naturerfahrungen mußten sich auf wenige Wochenenden im Jahr beschränken.
Nach einigen Jahren ließ mich dieses drängende Gefühl nicht
mehr in Ruhe, es wurde immer stärker.
Der Wald rief mich.
ICH MUSSTE IN DEN WALD!
Lernen und Wahrnehmungen
Mit einer Freundin fuhr ich dann wieder häufiger zu einem heiligen Ort
unserer Ahnen, der mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen ist. Wir machten
dort einige Visionssuchen und meditierten häufig.
Ich öffnete meine Sinne, meine Seele und mein Herz. Die Götter und
Geistwesen begannen mich zu unterrichten. Sie vermittelten mir Weisheiten und
praktische Lebenshilfe, aber auch Lern-Lektionen im schamanisch-magischen Sinne,
in Form von "Gedankenpaketen" die sie mir schickten.
Diese Konversationen fanden nicht nur in der Meditation und später in
der Trommel-Trance, sondern auch plötzlich während des Wanderns im
Wald statt. Manchmal hatte ich Zweifel an diesen Wahrnehmungen, und dann gab
es wieder Momente die sehr überwältigend waren.
Doch die komplette Tiefe dieser Erlebnisse verstand ich erst, nachdem ich mich
mit schamanisch arbeitenden Menschen austauschen konnte.
Irr-Wege oder besser Irr-Lichter?
Und die Lebensaufgaben? Ich nahm an, ich sei auf meinem Weg und dann kam eine
Zeit, in der meine Verbündeten mir meinen eigenen Spiegel des Lebens vor
das Gesicht hielten ... und ich erkannte mein Spiegelbild nicht mehr wieder.
Das war erschreckend für mich.
Es folgten einige Krisen für mich, einige mehr und andere weniger heftig
... mein Leben krempelte sich während eines langen Zeitraumes völlig
um. Viele starke Emotionen überwältigten mich ... Es war eine Zeit
des Sterbens, der Metamorphose und der Transformation.
Auf diesem Irr-Weg, so sah ich ihn damals, habe ich dennoch viele liebe Menschen
kennen gelernt und Situationen erlebt, durch die ich wachsen konnte.
Der Wald rief noch lauter, und ich entschloß mich ganz in seine Nähe
zu gehen. Ich verließ die Großstadt, zog aufs Land und fing noch
einmal von vorne an.
Jetzt bin ich wieder zu Hause ...
Ein Blick zurück und wieder nach vorn
Auf meinem Wege hatte ich auch die Möglichkeit, in die verschiedenen gesellschaftlichen
Kreise zu blicken um ihre Handlungsweisen zu verstehen.
Um Erleben und Verstehen zu können, wie und warum die Menschen sich oft
so brutal und rücksichtslos untereinander und der Natur / Mutter Erde gegenüber
verhalten. Und auch das ausführende Organ des Staates zu erleben, welches
das so hoch gelobte deutsche Grundgesetz oft mißachtete.
Menschen aller Altersklassen, die dem Alkohol und anderen Drogen verfallen waren,
einige, die ohne Wohnung waren, weil sie nicht mit den Anforderungen der Gesellschaft
klar kamen, oder SO nicht leben wollten.
An die Stelle der Götter, dem Göttlichen ist bei vielen Menschen häufig
das Geld getreten, und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Menschen keinen
anderen Sinn mehr im Leben sehen, wie sich mit Konsum zu betäuben und zu
befriedigen. Nur leider ist dieser Zustand der Befriedigung von kurzer Dauer.
Immer mehr muß konsumiert werden und wenn das nicht hilft wird häufig
nach Drogen gegriffen um diese innere Sehnsucht zu stillen.
Das Bedürfnis der Menschen nach Rausch, veränderten Bewußtseinszuständen
und Spiritualität ist schon immer, seit den Anfängen der Menschheit,
vorhanden gewesen. Und es ist heute immer noch da! Wir können diesen "Drang"
in uns immer noch spüren. Nur können wir ihn oft nicht mehr richtig
einordnen und nicht mehr richtig damit umgehen, da heute der kulturelle Hintergrund
fehlt. Selbst Tiere suchen überreife Früchte um sich zu berauschen.
Und so geschieht es leider viel zu häufig, daß einige Menschen, bei
denen diese Sehn-Sucht erwacht ist, versuchen, sich durch Konsum- und Drogenmissbrauch
aus der Realität zu flüchten und manchmal auch ihre Aggressionen in
Kriminalität und Gewalt entladen.
Sie haben sich selbst verloren, oder niemals gekannt. In einem gepanzerten Käfig ist ihr Wesen gefangen zu welchem sie oft keinen Zugang mehr haben. Sie leben in einem Muster aus selbst angelegten Zwangsjacken, bis eines Tages dieses eingesperrte und unterdrückte Tier ausbricht ...
Dabei gibt es seit vielen tausend Jahren spirituelle Methoden um in einen bewußtseinsveränderten Zustand zu kommen, ganz ohne Drogen. Das sind Meditationen und Trancezustände durch Musik und Tanz. Bei einigen indigenen Völkern können wir heute während ihrer Feste immer noch diese rituellen Trance-Tänze beobachten.

Der eigene Weg
Jeder kann sich selbst und seinen eigenen Weg und seine eigene Aufgabe im Leben
(wieder) finden. Der Wandel, der dann stattfinden kann, ist nicht immer leicht,
erfordert manchmal großen Mut und zieht einige Ereignisse herauf, die
oft nicht einfach zu verarbeiten und erst recht nicht zu kontrollieren sind.
Jeder nimmt an seinem eigenen kleinen Kreis des Lebens teil, und dieser ist
wiederum Bestandteil eines größeren Kreises, und dieser eines noch
größeren und so weiter ... und alle Kreise gehen ineinander und beeinflussen
sich gegenseitig.
Leben und Wachstum bewirken Veränderungen. Nur so kann das Individuum im
Fluß des Lebens schwimmen. Wir sind alle für uns selbst verantwortlich
und sollten diese Verantwortung annehmen und leben. Bewußte Seelenpflege
und Selbstreflektion gehören ebenfalls dazu. Unsere Inkarnation in die
materielle Dimension ist auch als Aufgabe zu verstehen, mit dem Wohlstand, des
Friedens, der Freude, der Liebe und auch dem Leid unserer Mitwesen und unseres
eigenen, verantwortungsbewußt und respektvoll umzugehen und entsprechend
zu handeln.
Veränderungen aber fordern den Tod heraus. Denn nur dort, wo etwas altes stirbt, kann was neues geboren werden. Und so bin ich mehrmals gestorben und nach einer langen Dunkelheit, die ich als Metamorphose bezeichne, habe ich selbst mich wieder geboren ...
Und so geht es auch für mich immer weiter.
Veränderung, Wachstum und Lernen ...
TOT und WIEDERGEBURT
LEBEN und LIEBEN
Keine Schublade
In eine bestimmte spirituelle Kategorie kann ich mich nicht einordnen. Um eine
ungefähre Beschreibung zu machen, da würde ich mich als indoeuropäische
Zauntänzerin bezeichnen.
Ich habe mir im Laufe meines Lebens mein eigenes spirituelles Bild gemalt. Dieses
gründet sich auf meinen Beobachtungen, Erlebnissen und den Austausch mit
anderen Menschen, den Aufgaben von meinen Verbündeten aus der Anderswelt,
meinen spirituellen Naturerfahrungen und der Literatur, die mir begegnet ist.
In meinem Weltbild ist alles beseelt und ich würde dieses als gallisch-schamanische
Spiritualität beschreiben. Aus diesem Verständnis heraus erwächst
meine Art zu fühlen, zu lieben, zu leben und zu handeln.
Ich bin schon immer ein Rebell gewesen und enagiere mich seit der Jugend in
einigen Bereichen des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes und manchmal auch in
der Friedensbewegung. Mein Einkauf richtet sich nach Biolebensmitteln oder Lebensmitteln
aus der Region. Bevor ich was neues kaufe schaue ich lieber erst nach Gebrauchtem.
Sperrmüllhaufen bieten oft eine gute Gelegenheit für Gebrauchtmöbel
und Holz. Unachtsamkeit und Verschwendungssucht waren mir als Kind schon ein
Dorn im Auge. Daher mag ich auch nicht diejenigen unterstützen die durch
Quälerei und Ausbeutung an Mensch, Tier und Umwelt sich bereichern (z.B.
Lebensmittel aus der Massentierhaltung). Wo eben es mir in diesem Wirtschafts-System
möglich ist versuche ich, auch beim Einkauf, eine Alternative zu wählen
die nicht auf Ausbeutung ausgelegt ist. Dieser Weg ist nicht leicht, nicht immer
findet sich eine zufriedenstellende Möglichkeit und ich bin gezwungen auch
Waren zu kaufen die nicht biologisch, ökologisch und sozial hergestellt
wurden. Das System ist ja darauf ausgelegt um immer mehr zu produzieren und
zu konsumieren ...
Sobald wir uns aber bewußt werden, daß es nicht grenzenlos ein "Immer-Mehr"
geben kann, da der Platz und die Recourcen auf Mutter Erde beschränkt sind,
und unser Handeln entsprechend ausrichten, dann kann jeder Einzelne seinen Beitrag
leisten auch langfristig was verändern zu können.
Jeder auf seine Art ...
Für mehr Liebe, Gerechtigkeit und Achtsamkeit ...
Ein einzelner Wassertropfen ist nicht viel, aber viele sind ein Meer ...
Mythologie anderer Völker
Mit der indianischen Mythologie habe ich mich nicht so intensiv beschäftigt
wie mit der keltischen. Mir ist dabei jedoch aufgefallen, daß einige der
Mythen der nordamerikanischen Ureinwohner von Elementargöttern und einem
höchsten Wesen berichten. Bei einigen Völkern des Südwestens
gilt die obere Gottheit als Schöpferin von Mutter Erde und Vater Himmel.
Solche Vorstellungen finde ich auch bei anderen Naturvölkern
und den Indogermanen. Ich finde es sehr interessant, wie sich die Mythologie
der verschiedenen Naturvölker über Gottheiten, Elementar- und Geistwesen
in einem Zeitraum von tausenden von Jahren parallel entwickelt hat und sich
in vielem ähnlich ist. Wobei es aber auch deutliche Unterschiede in den
einzelnen Traditionen gibt.
Besonders die Weisheiten der nordamerikanischen Ureinwohner berühren mich
sehr tief in der Seele.
Mein spiritueller Fluss der Zeit im kurzen Überblick:
Der Lesbarkeit, dem besseren Verständnis und der Privatsphäre wegen,
habe ich die beruflichen und privaten Stationen meines Lebensflusses hier ausgelassen.
Tatsächlich greifen die berufliche, private und spirituelle Ebene ineinander
über und beeinflussen sich gegenseitig. Das Leben selbst ist ein großer
Lehrer.
Kindheit
und Jugend:
Ich wuchs in einer evangelischen Familie auf und nahm zuerst diesen Glauben
für mich an. Nur leider fühlte sich diese Religion für mich nicht
ganz „rund und vollständig“ an. Ich empfand damals schon alles
als beseelt / belebt. Das konnte ich im christlichen Glauben nirgends finden.
Auch konnte ich mich mit bestimmten Grundsätzen nicht identifizieren, wobei
andere Werte mich wiederum sehr ansprachen.
Während dieser Zeit fand ich zu einem, heute für mich immer noch wichtigen
und er-lebenden, spirituellen Lebensprinzip, welches sich mit ein paar Worten
ausdrücken läßt: "Sei reinen Herzens und reinen Geistes".
Seit der Kindheit habe ich spirituelle Naturerfahrungen und erlebe transzendentale
Meditationen (All-Eins-Sein mit der Schöpfung und dem Göttlichen –
diese Verbindung war für mich einfach schon immer da und erlebbar). Außerdem
habe ich seit dem Kontakte zu Geistwesen aus der Natur und zu einem meiner Krafttiere.
Ab ca. 1987:
Beginn meines autodidaktischen Studiums der Kräuterheilkunde und indoeuropäischer
Naturreligion. Fachbücher über Anthropologie, Brauchtum, Mythologie,
Urzeitreligionen, Archäologie und Kräuterkunde wurden meine Abendlektüre.
Besonders angezogen hat mich das spirituelle Weltbild der keltisch-germanischen
Kultur. Während dieser Reise in die Vergangenheit hat auch der Begriff
„Schamanismus“ immer wieder meine Aufmerksamkeit erregt und mich
fasziniert. Ich musste in diese Richtung weiter forschen und fand heraus, dass
in das spirituelle Weltbild des keltisch-germanischen Heidentums, auch schamanische
Vorstellungen und Praktiken dazugehörten. Jetzt endlich hatte ich die Antworten
auf die fehlenden Anteile meiner eigenen Spiritualität. Anfang der 90iger
begann ich mit der praktischen Umsetzung von kleineren Zeremonien und Ritualen
– meine Art des „Götter- und Geisterdienstes“.
Ab ca. 1995:
Die Ritualarbeit, das Feiern der Jahreskreisfeste (Jahre später auch mit
einer Gruppe) und die transzendentalen Meditationen, bevorzugt im Wald und an
verschiedenen Kraftplätzen in Deutschland, wurden häufiger und regelmäßiger.
Ab 2000:
Jetzt begannen meine „schamanischen Lektionen durch meine Verbündeten
in der geistigen Welt“. Mir wurde von ihnen ein praktisches Wissen und
Zusammenhänge vermittelt, welche ich damals in keinem mir bekannten Buch
gelesen hatte.
Darunter gehören Energiearbeit mit den Händen und Extraktionen im
Sinne von Vertreibung und Auflösung. Mit diesen beiden Techniken habe ich
während dieser Zeit im Auftrag einer meiner Lehrer, eines Ortsgeistes,
den entsprechenden Ort gereinigt und von den negativen Anhaftungen aus der Nazizeit
und des Christentums befreit. Ähnliche Aktionen an anderen Orten und zu
anderen Themen folgen seit dem regelmäßig. Das ist eine weitere Ebene
von Heilung. Warum sollten wir nur die Menschen und Tiere behandeln? ;-)
Außerdem bekam ich von meinen Andersweltfreunden und -Lehrern die Order
mir eine Trommel zu besorgen. Durch sie wurden mir die verschiedenen schamanischen
Trancezustände vermittelt.
Während dieser Zeit erhielt ich eine Vision über Drachen, Feen, Geistwesen
der Natur, den Menschen und unseren Wurzeln ... die Webseite „Return-Of-The-Dragon“
entstand zu dieser Zeit.
Mein Leben krempelte sich mehrmals um, nichts hatte Bestand über einen
längeren Zeitraum von Jahren. Das löste damals für mich intensive
persönliche Weiterentwicklungen aus.
Sobald ich mich wieder in meiner Kraft spürte begann ich für mich,
für Tiere, Pflanzen, geschändeten Landschaften und später auch
hin und wieder im Freundeskreis zu schamanisieren.
Ab 2007:
Nun bekam ich Kontakte zu Menschen die professionell schamanisch arbeiten (u.a.
Apu Kuntur, Adrian Oswald, Varuna Holzapfel, Frank Röpti, Matthias Riemerschmid,
Sabrina Dengel, den Teilnehmern und meinen Freunden eines schamanisch-magischen
Forums und einigen anderen mehr). Die Gespräche mit ihnen und Schulungen
bei ihnen gaben meinen schamanischen und spirituellen Erlebnissen eine bessere
Struktur. Außerdem fand ich hier die Begriffe für das was meine Verbündeten
mir lehrten. Vielen Dank an Euch! Von und mit Euch konnte und werde ich weiterhin
viel lernen dürfen.
Schulungen: Einweihung in Usui-Reiki Grad 1 im Sommer 2007 von Ronald Talaska,
Einführungskurs und schamanische Reise zum Krafttier im Jahre 2007 bei
Jens Hagemeier, Schamanischer Grundkurs im Jahre 2008 bei Apu Kuntur, Seelenanteilrückholungsseminar
im Jahre 2010 bei Varuna Holzapfel
2010:
Ein schwerer Schicksalsschlag zerstückelte mich Anfang 2010 auf allen Ebenen,
den physischen, psychischen und spirituellen. Ich sah dem Tod ins Auge, die
Kraft des Universums und meiner Verbündeten standen mir bei, ich wurde
im größten Moment der Angst vom Göttlichen berührt und
getragen, habe in Kleinarbeit meine Einzelteile mühselig sortiert und zusammengefügt,
mich transformiert und bin ins Leben zurückgekehrt.
Das war nun eine "kleine" Vorstellung von
mir, in der ich Dir schon eine Menge von mir, meinen Erlebnissen und Ansichten
erzählt habe. Aber das war noch lange nicht alles. Vieles gehört hier
nicht in die Öffentlichkeit getragen. Es handelt sich hier um sehr persönliche
Erfahrungen. An einigen möchte ich Dich teil haben lassen, andere wiederum
möchte ich für mich behalten. Manches habe ich nur kurz angerissen,
denn ich wollte auch hier nicht meine intimsten Erfahrungen in der Öffentlichkeit
schildern.
Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis.
Ich gehe jetzt wieder in den Wald ...
Bin halt die Waldfee und manchmal auch die Baba Jaga ...
Komm mit und lasst uns die Waldwesen besuchen ...
Zum Bild: Die Baba Jaga,
Holzschnitt aus dem frühen 18. Jh.
entnommen aus dem Buch "Mythologie" Herausgegeben von Roy Willis
Mein Dank und meine Liebe
für die Götter und die Geistwesen
für die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, für meine Ahnen ...
... für all die Kinder von Mutter Erde und Vater Himmel
Ihr alle wart und seid meine Lehrer
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